Was bedeutet Employer Branding?

Unter Employer Branding versteht man gezielte Maßnahmen eines Unternehmens, um die Arbeitgeberattraktivität zu steigern.

Beim Employer Branding (engl. employer brand = Arbeitgebermarke) setzen Unternehmen gezielte Marketing-Maßnahmen, um sich vom Rest der Wettbewerber am Arbeitsmarkt ganz klar abzuheben. Ziel ist es, eine Arbeitgebermarke zu schaffen, die für Fachkräfte und potenzielle Mitarbeiter attraktiv ist.

Ziele des Employer Brandings

Aus dem oben Gesagten ergeben sich folgende Ziele:

Vorteile des Employer Brandings

In erster Linie ermöglicht ein strategisch durchdachtes Employer Branding eine hohe Arbeitgeberattraktivität. Wie bereits erwähnt, sollen vor allem potenzielle Mitarbeiter die Attraktivität erkennen. Außerdem ermöglicht Employer Branding ein effizienteres Recruiting. Das zeigt sich klar bei bereits bestehenden Mitarbeitern: auf ein klar definiertes Arbeitgeberprofil, bewerben sich in der Regel die passendsten Mitarbeiter. Durch einen höheren Cultural Fit können sich die Mitarbeiter eher mit dem Unternehmen identifizieren, was in logischer Konsequenz, eine geringe Fluktuationsrate und Mitarbeiterbindung bedeutet. In weiterer Folge bedeute dies ganz klar Einsparungen bei Recruiting-Maßnahmen.

Internes Employer Branding hat zum Ziel, bestehende Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden, die Loyalität gegenüber dem Unternehmen zu erhöhen, sowie Motivation und effizientes Arbeiten zu maximieren.

Employer Branding-Maßnahmen

  1. Kommunikation

Da es ja nicht nur um den Erwerb neuer Mitarbeiter geht, sondern auch um die langfristige Bindung bestehender Mitarbeiter, ist eine der wichtigsten Maßnahmen ganz klar die Kommunikation. Durch direkte Kommunikation mit Mitarbeitern, aber auch mit Bewerbern, fühlen diese sich gehört und respektiert. Gleichzeitig kann man durch das Nachhaken „Was stört dich am Arbeitsplatz? Wie verlief das Bewerbungsgespräch für dich?, Verbesserungen direkt umsetzen und so sein Image als Arbeitgeber verbessern. Auch das ständige Reflektieren über die Mitarbeitersituation und die Frage „Was kann ich meinen Mitarbeitern bieten?“ (Work-Life-Balance), ist wichtig, um als attraktiver Arbeitgeber zu angesehen zu werden.

  1. Social Media & Website

Videos und Bilder sind ideal, um Einblicke in das Unternehmen zu geben. Werden sie in Social Media-Kanälen eingesetzt, können sie eine enorme Reichweite erzielen.

  1. Mitarbeiter als Botschafter

Glückliche und zufriedene Mitarbeiter sind das Aushängeschild eines jeden Unternehmens. Aus Arbeitgeberbewertungsplattformen wie Facebook, Instagram und Twitter, lässt sich sehr viel über ein Unternehmen herausfinden:

  • Was denken neue Mitarbeiter über das Unternehmen?
  • Was denken langjährige Mitarbeiter über Job, Führungskräfte u.dgl.?
  • Was denken ausgeschiedene Mitarbeiter über das Unternehmen?
  • Was denken Bewerber über das Unternehmen und den Recruiting-Prozess?

Daraus lassen sich sehr viele Erkenntnisse für das Unternehmen gewinnen und schaffen so die Basis für Verbesserungsmaßnahmen, die in weiterer Folge das Image des Arbeitgebers aufpolieren.

  1. Positive Candidate Experience

In einem Bewerbungsprozess sollte es weit über eine Zu-oder Absage hinausgehen. Das Auftreten eines Unternehmens gegenüber den Bewerbern bleibt in Erinnerung und sollte – trotz eventueller Absage – positiv in Erinnerung bleiben.