Was versteht man unter Kompetenzentwicklung?

Die Kompetenzentwicklung meint die Entwicklung der Kompetenzen, welche durch Lern- sowie Entwicklungsprozesse von Personen passiert. Die Kompetenzentwicklung erfolgt durch verschiedene Formen des Lernens sowie in der Arbeits-, als auch in der Lebenswelt.

Was sind Kompetenzen?

Um zu erfassen, was Kompetenzentwicklung ist, muss man erst verstehen was Kompetenzen eigentlich sind.

Das Wort Kompetenz lässt sich aus dem lateinischen ableiten = „competentia“ und „competere“, was so viel bedeutet wie, „Eignung“ und „ausreichen, zusammentreffen, zu etwas fähig sein“.

Demnach versteht man unter Kompetenzen, die kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, sowie Wissensstand über die ein Individuum verfügt, um ein spezifisches Problem praktisch bewältigen zu können. Kompetenzen sind erlernbar und somit förderbar.

Die 4 Kernkompetenzen der Kompetenzentwicklung

Im berufspädagogischen Bereich geht man in der Kompetenzentwicklung von vier Formen der Kernkompetenz aus:

  • Selbstkompetenz

Wesentliche Merkmale der Selbstkompetenz sind, Reflexionsfähigkeit, Kritikfähigkeit, Entschlossenheit, Selbstvertrauen, Flexibilität, Zuverlässigkeit, Pflichtbewusstsein und Verantwortungsbewusstsein, sowie Selbständigkeit. Selbstkompetenz ist demnach die Fähigkeit, zu erkennen wo man hin will und wie man proaktiv dieses Ziel erreichen kann.

  • Sozialkompetenz

Sozialkompetenz meint vor allem die Teamfähigkeit. Die Kompetenz innerhalb eines Teams konstruktiv miteinander zu arbeiten. Soft Skills wie, Empathie, Kompromissbereitschaft sind hier essentiell.

  • Fachkompetenz

Unter Fachkompetenz versteht man zum einen das Verfügen über nötigen Wissenstand, zum anderen die Bereitschaft dieses Fachwissen auch einzusetzen, um vor allem herausfordernde Situationen eines Unternehmens zu bewältigen.

  • Methodenkompetenz

Mit Methodenkompetenz meint man die Fähigkeit und Bereitschaft sich Fachwissen anzueignen. Sprich, sich die nötigen Informationen zu beschaffen, sie aufzubereiten um diverse Probleme lösen zu können.

Methodik der Kompetenzentwicklung

Im Grunde genommen bedeutet Kompetenzentwicklung ein fortwährendes Lernen. Dieses kann gezielt passieren, oder aber auch ganz beiläufig, während dem Arbeitsprozess.

Die Vorteile der Kompetenzentwicklung

Durch eine schnelllebige, digitalisierte, sich ständig im Wandel befindende Welt, ist eine Entwicklung der Kompetenzen unerlässlich. Die Vorteile für den Arbeitnehmer liegen auf der Hand:

  • Arbeitnehmer werden Spaß an dem haben, was sie machen. Nur durch stetige Weiterbildung ist es möglich, Fachexperte auf einem bestimmten Gebiet zu werden und auch zu bleiben.
  • Kompetenzentwicklung bedeutet auch verbesserte Selbstorganisation. Die Arbeitnehmer eignen sich durch Informationsbeschaffung Wissen selbst an.
  • Kompetenzentwicklung führt zu erhöhter Zufriedenheit bei den Mitarbeitern. Werden sie entsprechend ihres Fachwissens, ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten eingesetzt, bedeutet das Wertschätzung. Die Folge: zufriedene Mitarbeiter arbeiten effektiver und motivierter.

Doch auch für den Arbeitgeber hat die Kompetenzentwicklung klare Vorzüge:

  • Ganz klar im Vordergrund steht die Mitarbeiterbindung – der Umstand, dass sich Mitarbeiter entsprechend ihrer Fähigkeiten weiterentwickeln können, erhöht ganz klar die Mitarbeiterzufriedenheit und in weiterer Folge die Mitarbeiterbindung.
  • Auch die Führungskräfteentwicklung wird angetrieben. Außerdem lassen sich dadurch Schlüsselfiguren ermitteln.
  • In Mitarbeitergesprächen lassen sich Zielvereinbarungen dokumentieren, sodass sich Mitarbeiter entsprechend ihrer speziellen Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln können.