Was ist SCRUM?

Scrum ist ein Management-Modell und wurde ursprünglich für die IT-Branche entwickelt. Unter dem Deckmantel der agilen Arbeit forciert es mit eindeutigen Regeln und Vorgehensweisen die Selbstorganisation innerhalb Teams.

Der Begriff „Scrum“ wurde vom englischen Rugby ausgeliehen, wo er einen dichten Spielerhaufen, bzw. ein „Gedränge“ beschreibt. Im Management soll damit die enge Zusammenarbeit der Teammitglieder und deren ständige Interaktion versinnbildlicht werden. Scrum erfährt aktuell sehr große Aufmerksamkeit, obwohl grundlegende Gedanken dahinter bereits länger bekannt sind. Entstanden ist Scrum als sich Jeff Sutherland und Ken Schwaber Mitte der 1990er Jahre die Frage stellten, warum in der IT manche Teams gut und manche schlecht performen. Ihre Antworten formten sie in ein Modell: Scrum. Inhaltlich bauen Jeff Sutherland und Ken Schwaber auf die Erkenntnisse des japanischen Universitätsprofessors Ikujirō Nonaka auf.

Mittlerweile wird Scrum, neben der IT, auch in anderen Branchen eingesetzt. Die Rollen, Aktivitäten und Artefakte sind jedoch immer dieselben. Festgehalten werden muss auch, dass sich nicht alle Tätigkeiten ideal für Scrum eigenen und manche Teams besser mit Management-Modellen wie zum Bespiel Kanban beraten sind.

Was ist Scrum?

Das sind die Scrum Rollen

  • Product-Owner: Der Product-Owner ist für den wirtschaftlichen Erfolg des Projektes verantwortlich. Er vertritt die Interessen der Stakeholder und Kunden/Anwender. 
  • Scrum Master: Der Scrum Muster schafft die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Projektdurchführung. Er stellt kritische Fragen und moderiert das Team durch Besprechungen. 
  • Team: Das Team liefert die Produktfunktionalität nach vereinbarten Qualitätsstandards. 

Das sind die Scrum-Artefakte

  • Product Backlog: Im Product Backlog werden die Anforderungen des Produktes niedergeschrieben und kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei wird auf das wesentliche reduziert.
  • Sprint Backlog: Im Sprint Backlog werden die zu entwickelnden Funktionalitäten eines Sprints aus dem Product Backlog abgeleitet. Der Sprint Backlog ist für alle auf einer Scrum-Tafel (Projekttafel) sichtbar.
  • Product Increment: Das Producht Increment ist die Summe aller Funktionalitäten, die in einem Sprint entwickelt worden sind. Es wird als fertiges Teilprodukt gesehen.

Diese Aktivitäten bringt Scrum mit sich

  • Sprint: Ein Sprint ist ein regelmäßiger Zeitraum von 1 bis 3 Wochen, in dem eine oder mehrere Produktfunktionalitäten entwickelt werden. 
  • Sprint Plannung: Vor einem Sprint werden die Produktfunktionalitäten definiert, die bis zum Ende des Sprints fertiggestellt werden sollen. 
  • Daily Scrum: Jeden Tag wird ein sehr kurzes Meeting abgehalten. Dabei soll lediglich der aktuelle Stand und etwaige Probleme oder Hindernisse besprochen werden. 
  • Sprint Review: Im Sprint Review reflektiert das Team nach einem Sprint, ob die Ziele erreicht worden sind und wie sie in Zukunft besser und effizienter arbeiten können. 
  • Product Backlog Refinement: In diesem Schritt werden die Produkt-Anforderungen mit den Erkenntnisses des letzten Sprints überdacht und ggf. angepasst.