Sabine Pasterk vom Roten Kreuz über Teamkultur und das "Wir-Gefühl"

Teamkultur und das „Wir-Gefühl“: Im Gespräch mit Sabine Pasterk vom Roten Kreuz

Je bunter das Team, desto schwieriger ist es, alle Mitglieder auf einen grünen Zweig zu bringen. Wir kennen das: Die jüngeren streben nach Veränderung, die älteren wissen mehr, die Mütter sind sorgsamer im Detail und die Vollzeitkräfte routinierter in ihren Aufgaben. In einem Team, das von unterschiedlichsten Interessen und Bedürfnissen spricht, wo Expertise sich mit Kreativität mischt und Stundenarbeit und Vollzeit aufeinandertreffen, braucht es einen offenen Leader, der ein starkes Augenmerk auf die Teamkultur legt. Im nachfolgenden Interview mit Sabine Pasterk spricht sie über Teamkultur und das „Wir-Gefühl“.

Sabine Pasterk leitet seit drei Jahren die Rufhilfe Steiermark des Österreichischen Roten Kreuz. Gemeinsam sprachen wir über die Herausforderungen einer starken Teamkultur in einem Arbeitsfeld, wo Menschen unterschiedlichster Gruppen aufeinandertreffen. Wie schafft man es, alle im Team mit einzubinden?

Rotes Kreuz Steiermark / Werner Luttenberger“

Rotes Kreuz Steiermark / Werner Luttenberger

Was zeichnet guten Teamspirit für dich aus?

Bei einem guten Teamspirit ist oft das „Wir-Gefühl“ und dadurch der gegenseitige Support zwischen Kolleginnen und Kollegen sehr stark. Meine Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass man große Entwicklungen und Herausforderungen nur gemeinsam als Team bravourös meistern kann. Deshalb ist es immer wieder großartig zu sehen, wenn alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach einer großen Veränderung stolz auf die geleistete Arbeit zurückblicken und verstehen, dass es einfach notwendig ist, dass alle zusammenarbeiten, um gemeinsam Ziele zu erreichen.

Was sind die Herausforderungen dabei, ein sehr buntes Team zu führen?

Bei einem Team, egal ob bunt oder nicht, ist es meiner Erfahrung nach wichtig, den Führungsstil jedenfalls auf die einzelnen Personen anzupassen. Gerade bei Themen wie Motivation, Veränderungen oder Herausforderungen sind die Reaktionen von Person zu Person komplett unterschiedlich. Deshalb ist es wichtig, individuell auf die einzelnen Personen einzugehen.

Der Arbeitsablauf bei der Rufhilfe ist vermutlich sehr routiniert – wie hält man das Team dabei motiviert?

Die allgemeinen Arbeitsabläufe in der Abteilung Rufhilfe sind natürlich sehr routiniert. Trotzdem sind wir stets bemüht, unsere Prozesse bzw. Aufgabengebiete zu optimieren und vor allem weiterzuentwickeln. Deshalb haben wir eine sehr offene Ideenkultur, bei der alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motiviert werden, Ideen und Verbesserungsvorschläge einzubringen, welche nach Möglichkeit im Anschluss auch entsprechend eigenverantwortlich entwickelt und gemeinsam umgesetzt werden.

Somit bleibt das Aufgabengebiet trotzdem abwechslungsreich, was gleichzeitig auch die Motivation fördert, da dadurch jeder einen Beitrag zum Erfolg der Abteilung leisten kann.

Welche konkreten Maßnahmen zur Verbesserung des Teamgefühls würdest du anderen Organisationen empfehlen?

Ich würde Aktivitäten bzw. Aufgaben empfehlen, welche die Zusammenarbeit des ganzen Teams erfordern. So erinnern sich alle auf die gemeinsam überwundenen Hürden und erreichten Ziele zurück und das „Wir-Gefühl“ wird entsprechend gestärkt.

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