Frau freut sich über Innovation

New-Work-Organisation: wenn viele Köpfe für Innovation sorgen

Stell dir vor, es steht eine wichtige Produktpräsentation der neuesten Innovation vor der Tür. Zwei Wochen zuvor ergibt sich noch ein Problem, das du als Projektverantwortlicher lösen sollst: ohne Unterstützung Anderer und mit ganz schön viel Druck vom Chef im Nacken! Vermutlich ist diese Vorstellung für die meisten von uns der Albtraum schlechthin. Für viele ist es aber auch Alltag.

rock paper scissors als neues work tool für Innovation

Mit den richtigen work tools erschaffst du Teams, die miteinander und nicht gegeneinander arbeiten und so viel produktiver sind und Innovation vorantreiben..

Competition statt Konkurrenz

Wenn heute jedoch von zukunftsfähigen Unternehmen gesprochen wird, meint man keine Alleindenker hinterm Schreibtisch oder Egoisten am Chefsessel, die im Alleingang Innovationen kreieren. Vielmehr geht es um kooperatives (Führungs-)Handeln und ein Neugier-Management, um für alltägliche Herausforderungen gewappnet zu sein. Ziel jedes Unternehmers soll es sein, innovative und mutige Köpfe mit einem großen Herz für Teamspirit zu entwickeln. Mit unserem Konkurrenzdenken und ewigem Machtgefüge haben wir in der neuen Arbeitswelt so keine Chance. Wenn nur einer entscheidet, wo es langgeht, würden wir viel an Potenzial unserer Mitarbeiter verschwenden. Gefragt sind deshalb viele Lösungswege neugieriger Köpfe.

Muthaber und Sinnsucher sind wichtig für Innovation

Für viele Menschen sind Sinnhaftigkeit und Selbstbestimmtheit sehr wichtig, wenn es um ihren Job geht. Der Forscher Frederic Laloux hat dabei in seinem Buch Reinventing Organisations beschrieben, wie wichtig die drei Grundbedürfnisse aus der Selbstbestimmtheitstheorie – Autonomie, Kompetenz und soziale Eingebundenheit – für die alltägliche Arbeit sind. Das führt uns somit auch bereits zu einem wesentlichen Moment: In unserem intrinsischen Wunsch nach Selbstbestimmtheit versteckt sich auch das Verlangen nach kooperativem Arbeiten. Die Alleinarbeit führt uns früher oder später an ihre Grenzen!

Die Crowdfunding-Plattform HUMANS OF NEW WORK beschäftigt sich als Bewegung mit neuen Wegen der Zukunftsarbeit:

Vor Neugierde platzen

Neugierde für Innovation

Eine wesentliche Rolle spielen dabei Führungskräfte. Sie besitzen häufig das Selbstverständnis, dass jeder Mitarbeiter einen eigenen Kompetenz- und Verantwortungsbereich überhaben sollte, für den er auch geradesteht, wenn etwas schiefläuft. Somit werden Kompetenzen verteilt, während die Zusammenarbeit nur ganz wenige Berührungspunkte erreicht. Dabei ist es gerade der Chef, der die Neugier seiner Mitarbeiter weckt, das gemeinsame Denken ermöglichen und den Raum für Co-Working ermöglichen muss. „[U]nser erster Gedanke zu Neugier ist, dass die neugierige Katze früher stirbt. Wenn uns aber Neugier umbringt, warum soll sie dann in Unternehmen gut sein? Es ist ganz einfach: Das Ende des Top-Down-Managements ist auch das Ende der Ideen und Innovationen, die von oben nach unten sickern“, so der ehemalige Global Managing Director bei Ogilvy & Mather John H. Bell im BBC-Blog.

New-Work-Tools

Das New-Work-Tool ist eine Methode, die sich in Sachen new work bewährt hat: Mit wenig Ressourcen werden kleine Impulse gesetzt, die in der Zusammenarbeit und im eigenen Job merkliche Veränderungen herbeiführen und zu arbeitstechnischen Innovationen führen. Dabei lässt man seine Mitarbeiter spielerisch in ungewöhnliche Jobs schlüpfen, so kann aus einem Verkaufsleiter auch einmal schnell ein „Destruction Officer“ werden, der durch Perspektivenwechsel die Ideen der anderen auseinandernimmt und durch den Jobwechsel seinen eigenen Wirkungsbereich selbstbestimmt generiert.

Querdenker hereinspaziert! Innovation willkommen!

Heute gibt es bereits viele Ansätze – von Holocracy-Modellen, Design Thinking bis hin zu und Curiosity Boxes, die neue Formen kooperativer Arbeit ermöglichen. Und dabei spricht man nicht einfach von bloßen Formen der Teamarbeit, sondern von völlig schrägen Querdenker-Theorien, die Arbeitsprozesse neu arrangieren. Der Ottakringer-Vorstand Matthias Ortner beispielsweise hatte seine Mitarbeiter nach einem schrägen Rollentausch zu einem gemeinsamen Denker-Grillfest eingeladen, um seine neuen Erfahrung mit allen zu teilen und zu einer innovative Umsetzung zu bringen. Querdenken braucht also Mut, ist in der heutigen Arbeitswelt aber absolut sexy, um ganz vorne mitzupielen.

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