Frau liegt am Teppich und lernt selbstständig dank der Digitalisierung der Weiterbildung

Die Digitalisierung der Weiterbildung hat Hochkonjunktur! ☝ Lernst du schon online?

Abteilungsleiter eines großen Unternehmens treffen sich zum wöchentlichen Jour Fixe. Thema heute ist neben der gewöhnlichen Jammerei und alltäglichen Herausforderungen die Veränderung der Weiterbildungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter. „Wir werden neue Wege einschlagen und planen vermehrt digitale Weiterbildungen anzubieten“, so Personalchef Krummer.

Mann freut sich über Möglichkeiten zur digitalen Weiterbildung

❤ Mitarbeiter lieben digitale Weiterbildungsmöglichkeiten! ❤

Digitale Weiterbildung – was soll das denn jetzt bitte? Einige der Abteilungsleiter sind völlig verwirrt. Während vor zehn Jahren an Weiterbildungen (neben der Erweiterung der fachlichen Kenntnisse natürlich) das Netzwerken das non-plus-ultra war, steckt man die Lernwilligen heute in Online-Kurse?! Aber, dem Personalchef ist dieser Veränderungsprozess ein großes Anliegen, er klärt auf.

Weg von old-school-Vorträgen. Die Digitalisierung der Weiterbildung hat Hochkonjunktur.

Der Personalchef hat sich die Trends der Weiterbildungslandschaft ganz genau angesehen. In den letzten Jahren war bereits ein Umbruch zu erkennen. „Frontalvorträge, wie wir sie alle gut kennen, sind heute nur zur Informationsflut geeignet. Wirklich gewinnbringend sind interaktive Workshops und Seminarkonzepte, die unsere Mitarbeiter durch Erfahrungslernen an den Zenit ihres Wissens bringen“, so Herr Krummer. Erfahrungslernen hat das Unternehmen schon länger aufgegriffen, jetzt folgt man dem neuen Trend. Digitales-Lernen ist jetzt „in“ und erhöht laut Experten aus dem Bundesverband für betriebliche Weiterbildung in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sogar die Beteiligung an Weiterbildung. Spannende Seminarkonzepte und interaktive Workshops, die in den letzten Jahren entwickelt wurden, sollen natürlich nicht auf Eis gelegt werden. Die Mitarbeiter sollen die Vernetzung innerhalb der Organisation nicht verlernen, sondern zusätzlich die Vorteile virtueller Lernwelten und Online-Lernplattformen nutzen.

Frau ruft laut heraus, dass jeder einen Laptop für digitale Weiterbildung bekommt.

Flexibles „Häppchen-Lernen“ dank Digitalisierung der Weiterbildung

Der Vorteil von Weiterbildungsangeboten auf einer Online-Plattform ist unter anderem, dass sich die Mitarbeiter ihre Lernzeit selbst einteilen können. Als geeignet dient vor allem die Vermittlung grundlegender Fachkenntnisse durch Online-Kurse. Zudem können die Angebote in kleineren „Häppchen“ konsumiert werden. Das bedeutet ein zeitlich und räumlich flexibleres Lernen. So kann man leichter an bereits bestehendes Wissen anknüpfen, Neuerungen können relativ schnell mittels Online-Kurs an die Belegschaft weitergegeben werden.

Reproduktion von Wissen durch digitale Weiterbildung

Ein weiterer Vorteil ist zudem, dass das Wissen – wenn einmal in Form von Ton und Bild produziert – vom Unternehmen weiterhin kostenlos für viele Mitarbeiter genutzt werden kann. Selbst wenn man als Betrieb ein Paket von Online-Kursen ankauft, kann dies in den meisten Fällen halbwegs kostengünstig und langfristig genutzt werden. Werden dann noch digitale Angebote mit sogenannten Präsenzphasen (also der tatsächlichen Anwesenheit von Wissbegierigen) kombiniert, wurde zudem auch noch dem Trend des Blended-Learning Folge geleistet. Die Abwechslung zwischen eigenen Lernphasen (die jedoch nicht ständig von zuhause ausgeführt werden sollen) und gemeinsamer Wissensproduktion im Team kann die Motivation der Mitarbeiter fördern.

Mann tippt Wissen in Laptop für Digitalisierung der Weiterbildung ein

Digitale Weiterbildung ist kein Ersatz für Interaktionen

Personalchef Krummer spricht aber auch ganz klar ein Statement aus: „Speziellere Themen oder Problemstellungen sollen dennoch in Form von innovativen Seminarkonzepten gemeinsam erarbeitet werden.“ Lernen bleibt nur dann persönlich und nachhaltig, wenn es durch Interaktionen entsteht. Die „Wissensvermittlung zum Download“ kann nur als Ergänzung zu bestehenden Angeboten dienen und muss individualisierter gestaltet sein, so Valerie Höllinger des Wiener Berufförderungsinstituts in einem Interview. Dabei sind sich auch alle Abteilungsleiter sicher. „Was wir durch die Digitalisierung der Weiterbildung fördern wollen, ist ein flexibleres, aber individualisiertes und eigenständiges Lernen. So erhalten die Mitarbeiter mehr Selbstverantwortung und -organisation in ihrer Weiterentwicklung.“ (Stichwort Holocracy). Das Commitment der Mitarbeiter im Unternehmen wird verstärkt, wenn man ihnen auch in Sachen Life Long Learning mehr Freiheit gewährt. Zudem ist es nur eine zeitgemäße Antwort auf das Thema „Digitalisierung“ und was sonst noch so auf uns zukommt.

1 Antwort
  1. Lutz Palmgren
    Lutz Palmgren sagte:

    Mal meine Meinung als studierter Lehrer dazu und auch Erfahrungen im E-Learning.
    Als Lehrer vor den Schülern erlebst du hautnah, ob es ankommt, was du vermitteln möchtest. Gute Lehrer versuchen ihre Teilnehmer mitzunehmen, abzuholen, zu begleiten und zu führen.
    Das Internet droht schier zu platzen vor Informationen, kaum ein Thema, was noch nicht allseitig beleuchtet wurde, oft genug überaus kontrovers. Und jetzt kommt der Schüler, der Teilnehmer, der Mitarbeiter und soll, muss, möchte etwas dazu lernen.
    Als Lehrer möchte man etwas bewirken, deshalb wählten viele diesen Beruf, er ist Berufung. E-Learning ist modern, ist ein Angebot und sollte schlussendlich beim Teilnehmer Freude darüber auslösen, etwas erlebt zu haben.
    Und nun beginnt das Können der Entwickler, das zu vermittelnde Wissen teilnehmergerecht zu präsentieren, wo man gar nicht weiß, was die Teilnehmer wirklich erwarten.
    Als leibhaftiger Lehrer merkst du sofort, wenn du über die Zuhörer hinwegredest, es wird laut, unruhig, …
    Während du deinen Unterricht darbietest, sind die Besten schon am googeln, um den Wahrheitsgehalt deiner Aussagen zu überprüfen.
    Also braucht es gute Drehbücher fürs E-Learning, sie müssen spannend sein bis zur letzten Zeile, der Teilnehmer muss regelrecht gefesselt sein, das ist sehr schwer.
    „Lehrer“ unterrichten ihre Schüler schon abertausende von Jahren und immer wieder beginnen wir bei den ersten Buchstaben und dem Ein-Mal-Eins. Das Internet ist voll mit Arbeitsblättern dazu und sicher wird es auch viele Schüler geben, die sich dieses Wissen autodidaktisch beibringen könnten – Lernen ist Kommunikation. Als Lehrer will ich zur Diskussion herausfordern, will wissen, ob das Vermittelte angekommen und nutzbar ist.
    Klar ist es schön, zu wissen, dass der User 15 Minuten den Inhalt betrachtete (zum Beispiel Unfallvermeidung) und am nächsten Tag hält er die Kreissäge mit dem Besenstiel an, der ihm dann um die Ohren fliegt.
    Die BG hatte aber den „Haken“ des Teilnehmers beim E-Learning. Vorschriften gibt es ohne Ende, man kann gar nicht mehr alle beachten, aber der „Haken“ ist ja da.
    Leibhaftige Lehrer vermeiden „Haken“, Wissen soll nützen. Zurück zum Unfalllehrgang. Wunderschön wird gezeigt, was alles verboten ist, worauf zu achten ist und jetzt muss der User aktiv werden, eingreifen!
    User, Du bist der Chef, Dein Azubi wird von Dir durch die Werkhalle geführt, tu es! Beginne!
    Helm! (vergessen, wieso startet die blöde Software nicht?!), Maschine läuft, kein Mitarbeiter zu sehen – und jetzt bewegt sich nichts, der Rundgang stoppt, ach so, ich muss erst die Maschine ausschalten, dann geht es weiter.
    Der eine braucht 40 Minuten für den Rundgang, der andere zwei Stunden und ich weiß als Chef, was ich noch zu tun habe bei meinen Mitarbeitern.

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